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Ernte in Gefahr

Achten Sie besonders auf Ihre Kartoffeln

Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde,

viel Regen über einen längeren Zeitraum in die Beete und Kulturen kann irgendwann zu viel werden, vor allem wenn es nur wenige sonnige Abschnitte dazwischen gibt, in denen die Pflanzen schnell wieder abtrocknen und der Boden in den Zustand luftiger aber feuchter Frische übergehen kann. Bei Pflanzen wissen wir, dass es je nach Bewuchs spezifische Pilzkrankheiten gibt, deren Sporen ab einer gewissen Feuchtedauer, wir sprechen von wenigen bis einigen Stunden auf ihrem Wirt keimen und diesen infizieren. Daher sind gerade in Gemüsekulturen bestimmte Pflanzenabstände einzuhalten, um die Trocknung zu fördern. Auch eine dünne Mulchschicht aus Rasenschnitt, abgestorbenen Beikräutern und zerkleinerten Ernteresten fördert das „Verdauen“ oder einfach gesagt – die Durchlässigkeit – des Bodens, da sich zersetzendes Bodenleben inklusive Regenwürmer intensiv mit der organischen Substanz beschäftigt und diese auch tiefer in den Boden einmischt. Eine etwas aufwändigere Methode ist das regelmäßige Hacken zur Beikrautvernichtung, Bodenlockerung und Verbesserung der Wurzelatmung.  – Doch regnet es ausdauernd über eine längere Zeit, helfen auch diese Pflegemaßnahmen nicht mehr. Vielmehr bewirken Feuchtemengen und warmer Boden zugleich eine erhöhte Freisetzung von Nährstoffen verbunden mit üppigem Wachstum, weiche junge Blattmasse, tropfnasse Blätter und schon bald die erste Infektionswelle bei Blättern und Früchten. Ein ideales Beispiel dafür ist die Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln, deren Erreger zugleich die Braunfäule bei Tomaten hervorruft. – Wer also in diesem Jahr seine Tomatenpflanzen überdacht hat, und diese zugleich durch Abstand und Pflegemaßnahmen gut durchlüftet sind, wird gegenüber den freiständigen Tomaten absolut im Vorteil sein. Bei Kartoffeln beispielsweise besteht die Hoffnung, dass bei frühen Sorten die Knollenausbildung weit genug fortgeschritten ist, dass sich eine frühe Ernte lohnt, da der Pilz über die Blätter und Triebe allmählich in die Knollen wandert und spätestens nach einer gewissen im Zeit im Lager eine schlecht riechende Fäulnis entsteht –  mit einer sekundären Infektion der Nassfäule verbunden. Doch gibt es auch Probleme, die vom Boden direkt ausgehen.

Da nämlich auch der Boden selbst irgendwann nur noch durchnässt ist, geht dieser in einen anaeroben (Sauerstoffmangel) Zustand über und die Wurzeln ersticken bzw. verfaulen aufgrund bodenbürtiger Pilzkrankheiten und Fäulnisbakterien. Je nach Feuchtezustand können verschiedene Erreger, sofern sie im Boden auftreten, zur Geltung kommen: der pilzliche Kartoffelkrebs (meldepflichtig); die Sclerotinia-Stängelfäule (Pilz); der Wurzeltöter (Pilz); die Schwarzbeinigkeit / Bakterienwelke (Bakterium); die Knollennassfäule (Bakterium). Es gibt natürlich auch Pilzkrankheiten die bei normalem trocken bis feuchten Böden vorkommen, die hier nicht erwähnt werden. Als Vorsorge gelten grundsätzliche Regeln beim Anbau: Eine gute Tiefenlockerung der Beete; Verwendung von gesundem Pflanz- und Saatgut, bestenfalls zertifiziertes Kartoffelpflanzgut sowie einen regelmäßig wechselnden Anbau der Beetflächen, dass sich frühestens im vierten Jahr die Kartoffelkultur auf dem gleichen Beet wiederfindet –  im Fachjargon heißt dies: „Fruchtwechsel“ bzw. gesunde Fruchtfolge einhalten, dass gerade bodenbürtige Krankheitskeime ausgehungert werden und sich reduzieren.

Eine Anmerkung ist besonders bei Knollenfrüchen zu machen: Hier sind verunkrautete Pflanzreihen und Wege sowie mehr als 2 cm dicke Mulchschichten negativ zu beurteilen. Sie behindern eine günstige Durchlüftung, Erwärmung und Trocknung der Bestände und fördern gerade bei anhaltender Regenwitterung Krankheiten und Fäulnis.

Kontrollieren Sie also regelmäßig Ihre Kartoffelbestände bevor es zu spät ist.

Ihr Fachberater Jörg Gensicke, Landesverband der Gartenfreunde Baden-Württemberg e.V.

Bodenseegärten 2021

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„Tausende Gärten – Tausende Arten“

das Projekt der Deutschen Gartenbaugesellschaft 1822 e.V. (DGG 1822 e.V.) entwickelt sich erfolgreich weiter.

Allgemein: Broschüre „Tausende Gärten-Tausende Arten“

In einer Projekt-Info „Tausende Gärten-Tausende Arten“ lesen Sie über ein sich entwickelndes Vertriebsnetzwerk bezüglich des Handels mit Wildpflanzen

In einer Projekt-Info Bestellung „Tausende Gärten-Tausende Arten“ erfahren Sie von Kaufmöglichkeiten von Wildpflanzen-Saatgut

Bei dem Projekt „Tausende Gärten-Tausende Arten“ involviert ist auch der Verein für naturnahe Garten- und Landschaftsgestaltung NaturGarten e.V.

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